2010

Per Ende März 2010 tritt Alfons Egloff in den wohlverdienten Ruhestand, nachdem er St. Bernhard während 20 Jahren geführt und sich schon vorher als Mitglied des Vorstandes und des Ausschusses jahrelang zum Wohle des Hauses und des Vereins eingesetzt hatte. Seine grossen Verdienste wurden anlässlich der Generalversammlung der St. Bernhard AG entsprechend gewürdigt.

Nach einer dreimonatigen Einführungsphase übernimmt Andreas Notz am 1. April die Geschäftsleitung mit Elan. Er ist Quereinsteiger und wird das vom Kanton vorgeschriebene Heimleiterdiplom bis Mitte 2012 nachholen.

Per Ende Oktober werden zusätzlich sechs schöne, helle Zimmer ausgebaut. Drei davon werden als Ferienzimmer genutzt, ein Angebot, das offensichtlich einem echten Bedürfnis entspricht.

Die im Berichtsjahr erarbeitete Strategie setzt Schwerpunkte der Aktivitäten und legt wichtige Prioritäten fest. Sie zeigt aber auch auf, was wir nicht anbieten wollen, z.B. keine Demenzabteilung.

Die vom Bund neu festgelegte Pflegefinanzierung und die im Kanton Aargau geltende Strategie „ambulant vor stationär“ verlangen von den Verantwortlichen grösste Anstrengungen, wenn es gelingen soll, vor allem die pflegebedürftigen Heimbewohnerinnen und -bewohner finanziell zu entlasten. Die neue Ordnung wird ab Januar 2011 zum Tragen kommen.

Seit dem 1. Mai 2010 sind die Räumlichkeiten von St. Bernhard rauchfrei. Für Raucherinnen und Raucher unter den Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden wurde auf der Terrasse des Pflegeheimes eine verglaste und beheizte „Raucherstube“ erstellt.

2011

Im September 2011 tritt Albert Brühlmeier als Verwaltungsrat zurück. Er war an der Generalversammlung 1988 in den Vorstand gewählt worden. Seither beeinflusste er die Geschicke von St. Bernhard massgeblich und sehr positiv. Während all dieser Jahre hatte er die Finanzen hervorragend im Griff. Darüber hinaus konnte er dank seiner Erfahrung auch auf anderen Gebieten, insbesondere bei Bauten, Ideen und klare Ziele einbringen.

Das erste Jahr mit der neuen Pflegefinanzierung gestaltete sich in finanzieller Hinsicht nicht einfach. Erstmals musste mit Vollkosten inklusive Investitionen gerechnet werden.

Es zeichnet sich ab, dass durch die Strategie des Kantons, „ambulant vor stationär“, die Leute immer später ins Heim kommen werden. Dies bedingt mehr Pflege und fordert einen Umbau der Zimmer im Altersheim zu Pflegezimmern.

Mit Wirkung ab 1. Januar 2012 konnte mit der Gemeinde Wettingen eine Leistungsvereinbarung unterzeichnet werden. Diese Vereinbarung definiert die Aufgaben und Leistungen und legt Rechte und Pflichten der Vertragsparteien fest.

Die Erfahrungen im Jahr 2011 machen deutlich, dass die Professionalisierung der Heimlandschaft in sämtlichen Bereichen fortschreitet. Heute wird auf allen Ebenen des Betriebes Qualität, Professionalität und eine entsprechende Dokumentation gefordert. Die Herausforderungen an die Führung unseres Hauses wachsen ständig.

2012

Auf den Zeitpunkt der Generalversammlung hat Werner Lanz, Fürsprecher und Notar, seinen Rücktritt als Verwaltungsrat bekannt gegeben. Werner Lanz war an der GV 1992 in den Vorstand des Vereins St. Bernhard gewählt worden und war deren Präsident von 1996 bis 2001. Nach seinem Rücktritt als Präsident blieb er weiterhin im Vereinsvorstand, zuständig für Rechtsfragen aller Art. Unter seiner Leitung wurde im Jahre 2000 ein Leistungsvertrag für das Pilotprojekt Pflegewohnung Bernau ausgearbeitet. Bei der Änderung der Rechtsform von St. Bernhard von einem Verein in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft war Werner Lanz federführend. Die komplizierte Umwandlung konnte damals dank seines umsichtigen Vorgehens auf Anhieb erfolgreich realisiert werden.

Als Nachfolger von Werner Lanz als Verwaltungsrat und Stiftungsrat wird an der Generalversammlung vom 23.3. Dr. Olivier Robert, Rechtsanwalt, gewählt.

Ebenfalls an der GV vom 23.3. wird für den im September 2011 zurückgetretenen Albert Brühlmeier als Verwaltungsrat und Mitglied des Stiftungsrates Hans-Peter Odermatt, eidg. dipl. Bankfachmann, gewählt.

Damit setzt sich nun der Verwaltungsrat der St. Bernhard AG wie folgt zusammen: Raymond Picard (Präsident), Urs Imhof (Vize-Präsident) und die Mitglieder Beatrice Frei, Othmar Gassner, Hans-Peter Odermatt und Dr. Olivier Robert.

Da die Kapazität der alten Telefonanlage ausgeschöpft ist, wird sie mit Kosten von CHF 82‘000 ersetzt.

Per Ende Jahr kann die aus Hygienegründen notwendige umfangreiche Sanierung der Wäscherei abgeschlossen werden. Kostenpunkt CHF 420‘000.–.

Im April werden die diversen Sitzecken in den öffentlichen Zonen des ganzen Hauses mit modernen Möbeln ausgerüstet.

Ebenfalls im April reicht Geschäftsführer Andreas Notz seine Kündigung per Ende Juni 2012 ein. Diese wurde vom Verwaltungsrat mit dem besten Dank für den ausserordentlichen Einsatz akzeptiert.

Glücklicherweise ist Raymond Picard, der Verwaltungsratspräsident, zeitlich in der Lage, die Funktion des interimistischen Geschäftsführers zusätzlich zu seinen Aufgaben als VR-Präsident zu übernehmen. Andreas Notz erklärt sich bereit, ab Juli bis auf weiteres mit einem reduzierten Pensum Aufgaben in verschiedenen anstehenden Projekten im administrativen Bereich zu übernehmen.

Am 15. Oktober 2012 tritt Frau Bernadette Flükiger ein und übernimmt am 1. November 2012 die Geschäftsleitung des Alters- und Pflegeheimes St. Bernhard. Die Zielsetzung für sie: St. Bernhard professionalisieren und in eine sichere Zukunft führen. Frau Flükiger verfügt über viele Jahre Erfahrung im Gesundheitswesen, u.a. über zehn Jahre als Heimleiterin.

Auf Antrag von Bernadette Flükiger setzt der Verwaltungsrat noch im Oktober eine neue Führungsstruktur in Kraft: Geschäftsleitung B. Flükiger, ihr unterstellt fünf Kaderstellen und einzelne Stabsstellen.

Die Aufgabe der Leitung des Pflegedienstes übernimmt Frau Therese Grossenbacher, eine ausgewiesene Pflegefachfrau.

Gegen Ende Jahr wird der Neubau einer grossen Süd-Terrasse in Angriff genommen, ein Projekt, welches schon seit längerem in Planung ist und welches unseren Bewohnerinnen und Bewohnern bequeme kurze Spaziergänge ermöglichen wird. Die Fertigstellung wird im Jahre 2013 erfolgen.

2013

Neuausrichtung der Strategie: An der ausserordentlichen VR-Sitzung präsentierte die Firma Business Consulting Partner AG aus Basel das Vorgehen und das zu erwartende Ergebnis. An dieser Strategie arbeiteten vor allem die Geschäftsleiterin und das Kader. Der VR ist überzeugt, damit den richtigen Weg einzuschlagen. Er beschliesst den Betrag von Fr. 100‘000.00 für die Umsetzung.

Mit der Einführung des Erwachsenenschutzrechtes mussten alle Verträge mit den Bewohnerinnen und Bewohner neu erstellt werden.

Der Umbau der Lingerie und Anschaffung einer neuen Waschmaschine werden abgeschlossen. Kosten Fr. 420‘000.00.

Die Kapelle wird zu einem Mehrzweckraum umgebaut. Diese Massnahme drängte sich auf, weil keine Räume für Schulungen vorhanden waren. Kosten Fr. 100‘000.00. Urs Imhof veranlasste, dass der neue Raum vom Bischofsvikar profaniert (entweiht) wurde. Als Ersatz wurde das Rebstübli in einen Raum der Stille umgewandelt. Die Ausgestaltung des Raumes wurde durch den Künstler Herr Benno Zehnder begleitet. Kosten Fr. 32‘000.00. Wir stellten fest, dass dieser Raum, wie schon die Kapelle vorher, selten von einzelnen Personen besucht wird.

Ab 1. März wurde die neue Homepage aufgeschaltet.

Im IT-Bereich wird ab 1.7. die Firma Zubler und Partner beauftragt. Zusätzlich werden neu die Programme der Firma Lobos-Informatik AG eingesetzt. Die Umstellung mitten im Jahr war eine Herausforderung, die glänzend gelöst wurde.

Neues Personalreglement mit Anhängen wurde fertiggestellt und zur Anwendung gebracht.

Beschaffung eines SMART für Fahrten zu den Pflegewohnungen und Veranstaltungen im Gesundheitsbereich. Mit dem Logo soll auch PR betrieben werden.

Besuch von Herrn Flury und Herr Nyffeler vom Departement Gesundheit und Soziales des Kantons. Gemäss einem neuen Raum- und Infrastrukturgesetz, welches seit 1.1.2013 in Kraft ist, können wir die beiden Pflegewohnungen nur noch bis 2017 weiterführen. Die notwendigen baulichen Veränderungen würden zur Reduktion von je 8 auf 6 Bewohnende führen und damit nicht mehr rentabel sein können. Dies die Aussage des DGS. Einem Gesuch um Verlängerung bis Ende 2018 wurde nicht stattgegeben.

Die 3 Kirchenfenster, die nach der Renovation der Kirche St. Sebastian, Mitte der 50er-Jahre, von Franz Berz ins St. Bernhard gebracht wurden, sind an die Kirchgemeinde abgegeben worden. Die Kirchgemeinde bezahlte Fr. 5‘000.00. Die Legende besagt, dass Franz Berz die Fenster vor der Schutthalde gerettet habe. Die Fenster sind, laut Aussage einer Studentin, sehr wertvoll. Die Fenster wurden in die Kirche St. Sebastian wieder integriert und können dort bestaunt werden.

Die Süd-Terrasse wurde fertig gestellt und den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Benützung freigegeben.

Erstmals nahmen wir an der Herbstmesse in Wettingen teil. Das Interesse am Stand war recht gross.

Auf Antrag von Dr. Olivier Robert wurde die Stiftungsurkunde dahingehend geändert, dass nun mindestens 3 Mitglieder im Stiftungsrat sein müssen. Ausser dem Präsidenten sind keine VR-Mitglieder mehr im Stiftungsrat. Damit haben wir klare Verhältnisse gegenüber dem Verwaltungsrat. Der Stiftungsrat setzt sich wie folgt zusammen: Raymond Picard (Präsident), Dr. Karl Frey und Josef Meier.

Der Verwaltungsrat hat sich für die neue Strategielandkarte entschieden. Er ist überzeugt, dass diese unter dem Dach „Bi eus i guete Händ“ gut aufgestellt ist. Somit wird inskünftig mit dieser Grundlage das Alterszentrum St. Bernhard weitergeführt.

Gemäss der neuen Pflegeverordnung des Kantons Aargau, entspricht die Infrastruktur St. Bernhard den neuen Bestimmungen nicht mehr. Der VR steht vor der grossen Herausforderung zu prüfen, ob die Gebäulichkeiten am Rebberg mit diesen Auflagen entsprechend fit gemacht werden können oder ob ein neuer Standort mit Neubau die Lösung wäre. Die Geschäftsleiterin Bernadette Flükiger bestätigt, dass das Pflegezentrum mittelfristig so nicht weiter geführt werden kann. Viele 2-er Zimmer, zum Teil Etagen-Duschen, wenig Platz, Probleme mit der Anlieferung, schwierige Verhältnisse für die Feuerwehr etc.

Die Geschäftsleiterin Bernadette Flükiger wurde in den Vorstand der VAKA Familien-Ausgleichskasse und in der Gemeinde Wettingen in die Gruppe „Runder Tisch“ und in die „Arbeitsgruppe Altersleitbild Wettingen“ gewählt.

2014

Der Eingangsbereich inkl. Vorplatz wurden renoviert und einladend für die Besucher und Besucherinnen gestaltet.

Im hinteren Haus wurden die Stationszimmer gegen den Hang verlegt und die freiwerdenden Räume so gestaltet, dass die Bewohnerinnen auf jedem Stock einen hellen Aufenthalts- und Essensraum zur Verfügung haben. Sie müssen dadurch nicht mehr im Gang essen.

Die Personalversammlungen werden immer noch alle 6 Wochen durchgeführt und verlaufen sehr gut. Es werden regelmässig Umfragen beim Personal gemacht. Der daraus resultierende Stimmungsbarometer wird mit der Lohnabrechnung allen Angestellten zugestellt.

Die kantonalen Auditauflagen sind jetzt alle erfüllt.

Q-Reporting an den Kanton muss immer noch separat für jede Pflegewohnung und für das Alterszentrum gemacht werden.

Wasserleitungsbruch im Tröttli. Dieser wurde an gleicher Stelle schon 3x notdürftig in den letzten 5 Jahren repariert. Bei der Heizung traten unerwartete Reparaturkosten von ca. 20‘000.00 Franken auf. Sehr alte Leitungen, die längst hätten ersetzt werden müssen ergaben unerwartete Reparaturkosten von insgesamt 10‘500.00 Franken. Die alten Aufzüge weisen zum Teil über 1,2 Mio. Fahrten auf. Sie wurden von der Liftfirma zwar gewartet, aber notwendiges Verbrauchsmaterial wurde nicht ersetzt. Fazit: Liftausfälle zu Lasten der Bewohner und Bewohnerinnen und unerwartete Reparaturkosten von ca. 25‘000.00 Franken.

Einführung einer Q-Kommission für Prozesseigner. Schulung Kader – Prozesseigner – Mitarbeitende. Erarbeitung oder Anpassung der Q-Dokumente.

Die Vertragsbedingungen der Bewohnerverträge betreffend Sterbehilfe müssen neu und klarer deklariert werden. VR und Geschäftsleitung sind sich einig, sich am schweiz. Recht zu orientieren.

Gemäss dem neuen Infrastruktur-Reglement des Kantons haben wir die Situation an der Rebbergstrasse analysiert. Der Soll-Zustand kann auch mit riesigen Investitionen kaum erreicht werden. Es bliebe ein altes Heim mit zum Teil gravierenden Mängeln, auch nach einer Totalsanierung. Die Lage bleibt, die Aussicht ist gut, aber eignet sich nicht besonders gut für ältere Menschen. Dazu muss zur Kenntnis genommen werden, dass die vom VR bewilligte Strategie an diesem Standort nicht umgesetzt werden kann.

Bei einem Besuch von Gemeindeammann Dr. Markus Dieth und der Leiterin der Standortförderung, haben wir das Thema angesprochen. Der Gemeindeammann schlug uns vor, im Gebiet Langäcker einen Neubau zu planen. Dort hat die Gemeinde Landreserven für ein Alterszentrum vorgesehen. Der Standort im Gebiet Langäcker, gegenüber der Milchhandlung Rub, eignet sich hervorragend. Der Gemeinderat unterstützt die Stossrichtung der St. Bernhard AG. Folgende Partner könnten am neuen Standort integriert werden: Spitex, Ärztezentrum, Physiotherapie u.a., dazu eine grosszügige, öffentliche Cafeteria.

Der Verwaltungsrat entscheidet sich einstimmig für einen Neubau im Gebiet Langäcker.

Aufgrund dieser gravierenden Veränderung nutzen vier zum Teil langjährige Vereinsvorstände und VR-Mitglieder die Gelegenheit, sich zurückzuziehen. Es sind dies: Urs Imhof (29 Jahre), Beatrice Frei, (17 Jahre), Othmar Gassner (7 Jahre) und Dr. Olivier Robert (2 Jahre).

Neu in den Verwaltungsrat wurden gewählt: Nicole Meier Doka, Lutz Fischer Lamprecht, Toni Möckel und Werner Wunderlin. Hans-Peter Odermatt zeichnet neu als Vize-Präsident.

Andreas Notz, vormaliger Geschäftsführer, verlässt das St. Bernhard und übernimmt die Leitung des Alterszentrums Kaltbrunn.

Die Teilnahme an der Exposenio in der Trafohalle in Baden war erfolgreich. Es gab interessante Begegnungen.

Der Pachtvertrag für die 49,9 Aren Rebland wird mit Paul Steimer, Weinbau Wettingen um 25 Jahre verlängert und gilt auch für seine Nachkommen. Der Vertrag wurde in der Roten Trotte unterzeichnet.

Als Begleitfirma für den Neubau bestimmt der VR die Firma AK-Bautreuhand AG. Luzern. Projektleiter ist Herr Norbert Kremmel. Für den VR ist wichtig, dass auch eine Gruppe Benutzer/Bewohner integriert wird.

Der Speisesaal ist fertig umgebaut. Er ist viel heller und die Stühle haben Armlehnen, was für die Bewohnerinnen und Bewohner von Vorteil ist. Wir erhalten nur lobende Worte.

 

 

 

 

2015

Seit Jahren sind wir im Kontakt mit den Eigentümern der Nachbarparzelle Ost. In früheren Jahren waren Wohnungen mit Dienstleistung angedacht. Heute ist der Kauf des Grundstücks für die Erschliessung einer späteren Überbauung am Lägernhang sehr wichtig. Der Kaufvertrag wurde am 29. Januar unterzeichnet.

Die Geschäftsleiterin Bernadette Flükiger stellt das zukünftige Konzept vor: „Wohnen zu Hause“ oder „Wohnen bleiben“. Grundsätze für die Wohnungen mit Dienstleistungen: Auch wenn die Bewohner und Bewohnerinnen in erhöhtem Masse pflegebedürftig sind, stehen das Leben und die Normalität im Vordergrund. Dazu braucht es Wohnungen, in denen eine pflegebedürftige Person zusammen mit einer nicht pflegebedürftige Person leben kann.

Die Planung, stand Juni 2015, sieht vor: 100 Pflegeeinzelzimmer, 30 Wohnungen à 1,5 Zimmer und 30 Wohnungen à 2,5 Zimmer. Sie zeigt auch auf, dass wenn eine Person in die Institution eintreten muss, an zwei Orten Kosten entstehen. Mit einem Wechsel in eine Wohnung von uns werden diese Kosten pro Ehepaar geringer ausfallen.

Für den Neubau im Langäcker wird ein Studienauftragsverfahren mit 6 Architekturbüros durchgeführt. Dabei ist besonders wichtig, gute Fachjuroren zu haben, damit auch gute Architekturbüros teilnehmen. Das ist uns zweifellos gelungen.

Dass Beurteilungsgremium tagte am 20.8.2015 und die Medienkonferenz fand am 23.10.2015 statt. Der Verfasser des Siegerprojekt „Estelle“ ist das Büro Masswerk Architekten AG, Kriens/Zürich. Die Fachplanersubmission soll nach der Medieninfo erfolgen.

Zur Unterstützung für die Darstellung des Businessplanes hat der Steuerungsausschuss, nach vorliegen zweier Angebote, das Büro Balmer Etienne AG engagiert.

Die Teilzonenänderung an der Rebbergstrasse ist auch in die Wege geleitet. Dabei wird das Büro Minikus Vogt AG aus Wettingen die Unterlagen ausarbeiten. Der Umlegung der Strasse liegt nichts im Weg.

Per 1. August 2015 sind 10 neue Lernende eingetreten, davon 1 Köchin, 1 AGS und 8 FaGe. Insgesamt hat das St. Bernhard 20 Lernende.

Am 22. August führten wir ein Heimfest mit Flohmarkt, Tombola, Age Explorer, Verkaufsstände und Festwirtschaft durch. Es zeigt sich, dass es von den Platzverhältnissen her recht schwierig ist. Es war ein erfolgreicher Tag, mit vielen positiven Rückmeldungen. Am neuen Standort sind solche Anlässe besser möglich.

Bernadette Flükiger stellt dem VR das Qualitätsmanagement-System vor. Insbesondere der Eintritt und Austritt sind anspruchsvoll, da sie alle Schnittstellen betreffen. Vertieft erläutert sie das System am Beispiel des Rechnungswesens mit Budgetprozess und Buchhaltung.

Trotz der Neubauplanung müssen am heutigen Standort grössere Infrastrukturkosten durch Reparaturen vorgenommen werden. Beispiele: Die Lüftung Wärmeregister ist defekt (Küche und Speisesaal) ca. 10’000.00 Franken. Aufzug defekt ca. 9‘000.00 Franken. Reinigungsmaschine ist nach 30 Jahren ausgestiegen. Ersatz kostet 9‘500.00 Franken. Eine Abwasserleitung ist defekt und muss repariert werden ca. 3‘000.00 Franken.

Ab dem 1. Januar 2016 erfolgt die Abrechnung für die Bewohnenden direkt mit den Krankenkassen. Dabei müssen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen angepasst werden.

Alle 2 Jahre findet eine, von einer externen Firma durchgeführte, anonyme Umfrage bei Bewohnenden, Angehörigen und Mitarbeitenden statt. Die Auswertung wird mit andern Institutionen in gleicher Grösse verglichen. Bewohnende: hohe Zufriedenheit, hohe Sozialkompetenz der Mitarbeitenden, freundliche, hilfsbereite und diskrete Mitarbeitende. Aktivierungsangebot muss erweitert und ergänzt werden. Küche verbessern und grössere Auswahlmöglichkeiten schaffen. Innenambiente und Gemütlichkeit auf den allg. Aufenthaltsräumen der Stationen sollten verbessert werden. Das neue Aktivierungskonzept war zum Zeitpunkt der Umfrage schon ausgearbeitet, aber noch nicht eingeführt.

Angehörige: Willkommen gefühlt, angenehme Aufenthaltsorte bei Besuchen, Aussenbereich für Aufenthalte nicht geeignet. Insgesamt ist das St. Bernhard gut unterwegs.

Mitarbeiterumfrage: Sehr gute Rückmeldungen. Teilweise sind uns durch die momentane Infrastruktur Grenzen gesetzt (Ruheraum für die MA). Bernadette Flükiger wird eine Zwischenlösung erarbeiten.

Die Positionen die bei der Auswertung eine rote oder gelbe Ampel aufweisen, werden für die Ziele 2016 verwendet.

Frau Sandra Choinowski hat nach der Probezeit in die Festanstellung als Pflegedienstleiterin gewechselt. Vor ihr und nach dem Austritt von Therese Grossenbacher Ende Mai, konnten 2 Kandidatinnen den Anforderungen nicht gerecht werden.

Die Phase Vorprojekt beim Neubau im Langäcker wurde in Angriff genommen. Erste Gespräche mit den Architekten haben stattgefunden. Zimmer- und Wohnungsgrundrisse wurden für die erste Phase definiert, damit die Architekten die Achsen-Masse im Gebäude definieren und festlegen konnten.

Die Teilzonenänderung an der Rebbergstrasse wurde der Gemeinde übergeben. Die Bachverlegung kann nicht wie von uns geplant in der Strasse erfolgen, sondern muss offen geführt werden. Nach Gesprächen mit der kantonalen Verwaltung und im Beisein von Herr Urs Heimgartner (Chef Planung der Gemeinde) konnte aber eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Keine Mehrkosten! Die Bachumleitung erfolgt offen, in dem bereits vorhandenen Querschnitt. Das Gewässer wird zweimal die Strasse queren.

Wie schon in den früheren Jahren beträgt die Bettenbelegung rund 100%!

2016

Neubau Langäcker: Die Voreingabe für das Baugesuch mit dem Ziel der Genehmigung der Volumetrie, Geschossigkeit, Höhe und Grenzabstände hat der Verwaltungsrat entschieden, die Variante 4-5-4 Geschosse einzureichen. Diese Variante ist vom betrieblichen Ablauf und von den Ergebnissen her die beste Lösung. Die Ortsbildkommission hat das auch so gesehen konnte sich aber damit nicht recht anfreunden. Für sie ist das Projekt 3-5-4 gut und kann unterstützt werden. Das Siegerprojekt „Estelle“ sah 3-5-4 vor. Die Nachbarn wurden zu 2 Informationssitzungen eingeladen.

Nach der Bauprofilierung mit Infotafel wurden 4 Einsprachen eingereicht. Sie bestanden auf die Siegervariante 3-5-4. Der in der Zwischenzeit grössere „Fussabdruck“ wurde zähneknirschend akzeptiert.

Bernadette Flükiger, Norbert Kremmel und Rémy Picard präsentierten beim DGS das Bauvorhaben. Von Seiten des Kantons waren Felix Bader, Leiter Sektion Langzeitversorgung und Corinne Weber, Sachbearbeiterin Planung und Infrastruktur anwesend. Unser Projekt wurde sehr positiv aufgenommen. Auch die Anzahl der Betten findet Herr Bader gut, denn er ist überzeugt, dass der Bedarf zunehmen wird.

Infolge der Einsprachen stoppte man die Planungsarbeiten in einer ersten Phase bis 31.12.2016. Die Einigungsverhandlungen mit den Nachbarn ergab kein Ergebnis. 2 Parteien wurden durch einen Anwalt vertreten.

Bei einem Gespräch mit dem Gemeindeammann Roland Kuster, dem zuständigen Ressortleiter Gemeinderat Daniel Huser, dem Chef Planung Urs Heimgartner sowie dem Gemeindeschreiber Urs Blickenstorfer wurde der Delegation der St. Bernhard AG, Bernadette Flükiger, Norbert Kremmel und Rémy Picard klar mitgeteilt, dass der Gemeinderat die Variante 3-5-4 wünscht. Damit war für die St. Bernhard AG das weitere Vorgehen aufgezeichnet. Die Einsprachen wurden, nach nochmaligem Treffen mit den Eigentümern Bifangstrasse 46, zurückgezogen.

An der Rebbergstrasse ist die Teiländerung der Bauzone und die Bachoffenlegung mit Verschiebung der Strasse vom Kanton genehmigt worden.

Alle Lernenden haben die Lehrabschlussprüfung erfolgreich bestanden. Neu sind 10 Lernende in der Pflege, dazu eine Lernende mit Ziel Köchin. Insgesamt bilden wir zur Zeit 25 Lernende aus.

Die Organisation des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist abgeschlossen. Die elektronische Pflegedokumentation ist seit 1. August in Betrieb.

Die Umstellung von BESA auf RAI war für alle eine sehr grosse Herausforderung. Die erste Abrechnung erfolgt im Januar 2017.

Das Kühlregister auf dem Dach war defekt und musste ersetzt werden. Es gab zudem Lift- und Heizungsprobleme. Grundsätzlich wird überall versucht nur das Notwendigste zu machen.

Im Betrieb wurde das Leitbild grundsätzlich überarbeitet und neu dargestellt. Die Leitbildgruppe tagt monatlich und führt das Leitbild übers Jahr hinweg ein.

Auch im 2016 wurden wieder verschiedene Teamentwicklungs – Workshops durchgeführt.

 
 
 
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