5. Teil: Die Geschichte ab 1990

In einer Ausschuss-Sitzung am 9. Januar erfolgt die sofortige Suspendierung vom Dienst mit gegen-seitiger Kündigungsandrohung. Am 21. Januar kündigt Fam. Hosp selber. Sie können in der Wohnung verbleiben bis Ende Juni in vornehmer Vertragserfüllung unsererseits. Es folgen noch gehässige Zeitungspolemiken von Hosp’s Seite, die aber weitgehend entkräftet werden durch Leserbriefe unseres Personals. Dieses Debakel musste naturgemäss Anlass sein für ein Überdenken der Leitungsstruktur . Die Lust auf ein Heimleiter-Ehepaar war endgültig verflogen. Warum nicht ein Leitungsteam ? Die Voraussetzungen waren uns wohlgesinnt. Alfons Egloff trug sich mit dem Gedanken, die Firma Lebag zu verlassen, zusätzlich per 15. April war Stellenantritt von Frau Rossetti. Alles wurde durchberaten und die Geburtsstunde des Teams war perfekt. Alfons Egloff, Verwalter und Teamleiter, Frau Ursula Rosetti, Leiterin des Altersheims, Schwester Annemarie Friedli, Leiterin des Pflegeheimes. Ab 1. August funktioniert das Team. Albert Brühlmeier übernimmt die Finanzen von Alfons Egloff und nimmt Einsitz in den leitenden Ausschuss. Am 4. Juni, Pfingstmontagmorgen, stirbt F. X. Peter an einem Herzversagen. Seine Verdienste um St. Bernhard sind hervorragend. In kritischen Zeiten des ersten Bauwerkes hat er mit starker Hand das Projekt zu Ende geführt. Seine Handschrift findet auch Niederschlag in der ganzen Verwaltung und im Finanzbereich. Er darf als Vater des Gedankens eines eigenen Pflegeheimes bezeichnet werden. In vielen Situationen, wo man gerne aufgegeben hätte, hat er mit militärischer Prägnanz den ” Auftrag und Befehl zum Weitermachen” gegeben.

1991

Am 16. Januar stirbt Schwester Stanislaus Locher hochbetagt in Menzingen. Sie war die vorletzte Oberin in unserem Heim. Sie war eine kluge Frau mit sehr guten Führungseigenschaften. An der GV wird neu in den Vorstand aufgenommen: Schwester Doris Hegglin, Leiterin der Schule für Krankenpflege am KSB, und Christian Hösli. Einmal mehr wird viel Geld investiert in Unterhalt und Neuanlagen. So die Gesamtrevision aller Liftanlagen im Betrage von Fr. 150 000.–, die Totalsanierung der Heizung- und Warmwasseraufbereitungsanlage im Betrage von Fr. 247 732.–, die Umgestaltung der Eingangshalle des Pflegeheimes mit Fr. 53 870.–. Bereits im November Auftrag an Toni Bircher für ein Vorprojekt ” Umbau Altersheim”. Dazu eine Kreditsprechung von Fr. 30 000.–.

1992

Per 1. Januar wird der Gemeindebeitrag erhöht auf Fr. 8.– pro Tag und Patient. An der ordentlichen GV vom 27. März wird Werner Lanz, Fürsprecher und Notar in den Vorstand gewählt. Alfons Egloff wird zum Verwaltungsdirektor befördert. Im August konstituiert sich wieder einmal eine Bau-Kommission. Die Telefon- Anlage wird ersetzt, nicht aus Freude, sondern aus Mangel an Ersatzteilen. Kostengrösse Fr. 200 000.–.

1993

Per 1. Januar Erhöhung des Gemeindebeitrags auf Fr. 10.– (das waren noch Zeiten!). An der ausserordentlichen GV vom 3. März wird der Umbau des Altersheimes beschlossen mit einem KV von Fr. 1 810 000.–, inklusive Provisorium von Fr. 225 000.–. An der ordentlichen GV tritt Pfarrer Saam aus dem Vorstand zurück. An seine Stelle tritt Frau Pfarrer Elisabeth Flach Schmid. Am 4. Mai wird das Provisorium montiert, südlich des Altersheimes und wird ab Mitte Mai bezogen. Beginn der Bauarbeiten. Die Gesamtbaukosten betragen Fr. 2 112 279.05. Der Kanton beteiligt sich mit Fr. 525 769.–.

1994

Am 13. Januar wird Schwester Irmgard Mösle als Nachfolgerin von Oberschwester Annemarie Friedli gewählt. Am 5. März Einweihung des Umbaues Altersheim und gleichzeitig Feier ” 20 Jahre Pflegeheim “. 63 Gäste versammeln sich zu einem sinnvollen Akt mit Ständerat Huber als Festredner. Am 6. März Tag der offenen Tür. Balz Hösli tritt als Bauchef und Vizepräsident zurück. Schwester Doris Hegglin wird als Vizepräsidentin gewählt.

1995

Ein beinahe normales Vereinsjahr mit ordentlicher GV am 24. März. Im Frühjahr Ausbau des Herrenberg-weges, verbunden mit Verbesserungen der Auffahrt zum Altersheim. Im Jahresverlauf sterben Pfarrer Karl Jappert, ehemaliger Präsident und Otto Bühler, Vorstandsmitglied. Am 31. März erhält Toni Bircher den Auftrag für ein Vorprojekt Sanierung und Erweiterung der ehemaligen Leichtpflegeabteilung P4 mit allen nötigen Auflagen für Verbesserungen. Es wird ein Kredit von Fr. 10 000.– gesprochen.

1996

Ordentliche GV. Genehmigung der Neufassung, resp. Totalrevision der Statuten. Rücktritt von Dr. Armin Imhof als langjähriger Präsident. Nachfolger im Präsidium wird lic. jur. Werner Lanz, Fürsprecher und Notar. Der Vorstand nach neuen Statuten setzt sich weiter zusammen aus Schwester Doris Hegglin, als Vizepräsidentin, Albert Brühlmeier als Finanzchef, Urs Imhof als Aktuar und Toni Bircher als Bauchef.

1997

Auf den 1.1.97 tritt eine neue Taxordnung in Kraft, angepasst an das neue KVG mit Aufteilung von Pensionspreis und Pflegezuschlag. Vom Pflegezuschlag übernehmen die Krankenkassen 50% der BESA-Taxpunkte von 11 – 68 Punkten. Ausserordentliche Mitgliederversammlung im Januar und Beschlussfassung Sanierung und Erweiterung der ehem. Leichtpflegeabteilung P4. Baubeginn im Frühjahr. Die Patienten werden während der Bauphase ins Regionale Krankenheim Baden verlegt. Am 25. Januar stirbt nach schwerer Krankheit Frau Doris Hegglin, unsere Vizepräsidentin. An der Mitgliederversammlung wird Frau Beatrice Frei-Akermann als Aktuarin gewählt. Im September Bezug und Einweihung mit kleinem Festakt und Tag der offenen Tür mit überwältigendem Andrang und Interesse der Bevölkerung aus der ganzen Region. Baukosten Fr. 1 707 187.75, welche aus eigenen Mitteln bezahlt wurden.

1998

Kürzung des Gemeindebeitrages auf einen Pauschalbetrag von Fr. 100 000.– 14. Mai: Tod von Franz Berz, Ehrenmitglied.

1999

  • Beschluss über die Sanierung Teilerneuerung Pflegeheim (Ersatz Bettenlift, Neugestaltung der Aufenthaltsräume, Badzimmer, Ausgussräume)
  • Einweihung am 29. Oktober
  • Erstellung Uebergang Speisesaal – Tröttli.
  • Hauseigene Weinetikette gestaltet von Toni Businger
 
 
 
© 2014 Alterszentrum St. Bernhard I Impressum